Wie kam ich zum Yoga (sechster und letzter Teil)

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Wie kam ich
zum Yoga? - 1
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... Der Schriftgelehrte hatte sich als geistigen Proviant den Inhalt eines ungefähr eine Armspanne umfassenden Bücherregals von zuhause mitgenommen. Sozusagen als chemische Reaktion gemeinsam mit meinen Bücherwurm-Allüren gab es freilich einigen Gesprächsstoff zwischen ihm und mir.

Allerdings muß ich im Rückblick sagen, daß ich dadurch auch das kennenlernte, was im Yoga unter dem Begriff geistige Verdauungsstörungen bekannt ist. In Kombination mit der von Yogi Dirananda gelehrten zweiten Kriya-Yoga-Technik (die obendrein nocheinmal um einiges komplizierter war als die Erste) waren auf mich so viele neue Informationen auf einmal hereingebrochen, daß von da an auf lange Sicht mein Lese-Angaschmoh eindeutig nachließ.

Ein gewisser Sättigungseffekt in meinem inneren Arbeitsspeicher war nicht wegzuleugnen und so trat von da an gleichsam ein langjähriger Verdauungsprozeß - also die konkrete Anwendung des bis dahin erlangten Wissens - mehr und mehr in den Vordergrund.

Naturfoto: Skyline - Wolken, Himmel


Spirituelle Musik:
Indische Bhajans, Kirtans, Mantras modern style ...




Yogi Dirananda war mit seinem Lehrer Swami Hariharananda durch Amerika und Europa gereist gewesen und hatte im Zuge dessen bereits Tausende von Menschen in den Kriya-Yoga eingeführt, bevor er sich in Deutschland niedergelassen hatte.

Er gab zahlreiche Yogakurse an Volkshochschulen (zum Beispiel in Schorndorf bei Stuttgart) und bot ab 1986 auch Hatha-Yogalehrer-Ausbildungen an.

Vor lauter Kriya-Yoga hatte ich letztere Information allerdings eher am Rande mitbekommen und so wählte Gott wohl den Weg der indirekten Empfehlung, um mir die konkrete Möglichkeit nahezulegen, einen Teil meiner Yoga-Erfahrungen später auch an einige Mitmenschen direkt weiterzugeben.

Der Schriftgelehrte meinte eines Tages, so eine Hatha-Ausbildung sei etwas für mich.

Obwohl mir der Gedanke gefiel, bei Yogi Dirananda eine zusätzliche Berufsausbildung zu machen, wußte ich nicht so recht, was ich von der Idee halten sollte - ich hatte schlichtweg darüber nicht nachgedacht.

Meine zögerliche Reaktion deutete der Schriftgelehrte vielleicht als eine Art unangebrachter Schüchternheit und fand sich zuvorkommend bereit, Dirananda zu fragen, ob trotz der bereits vollen Teilnehmerliste für mich ein Platz frei sei.

Diranandas Antwort lautete, indem er in ruhigem Tonfall jede Silbe in die Länge zog: "Hii cään caam." ("Er kann kommen.")

Für mich wirkte das, bildlich gesprochen, als wenn Dirananda mir freundlich eine Tür aufhielt, die in einen angenehm sonnendurchfluteten Gang führte.

So gesehen nahm ich das Angebot gerne an.

Diese Entscheidung sollte ich bis heute auch nicht etwa bereuen.


Ulrich Stadter mit Gitarre bei einer Hausmusikstunde auf einem Yoga-Seminar mit Yogi Diranandadschi Vortrag bei der Yogalehrer-Urkundenverleihung mit Yogi Diranandadschi
Spass bei einer Silversterfeier in Speicher / Schweiz Mitglieder einer Kriya-Yoga-Gruppe mit Lehrer Diranandadschi am Gardasee Yogi Diranandadschi mit Schuelern am Lido / Venedig Reisegruppe mit der Mutter des Lehrers bei der Yogalehrer-Fortbildungsreise in Nordindien Singen unterm Mangobaum in Indien bei Kalkutta auf dem Land In Indien bei Kalkutta: 
SchuelerInnen und Bekannte von Yogi Diranandadschi unter (und auf) einem Mangobaum


Um es Ihnen, werte LeserInnen, zu verdeutlichen - im Rahmen dieser meiner Reise 1986 an die Ostsee geschahen zwei voneinander unabhängige und für mich persönlich wichtige Ereignisse:
die Einweihung in den zweiten Kriya
und meine Entscheidung, an der Hatha-Yogalehrer-Ausbildung teilzunehmen. Letztere sollte zwei Jahre dauern.

(Für Kriya-Yoga hingegen gibt es keine Ausbildung in dem Sinn, denn das ist ein Lebensweg und die einzelnen Stufen dauern je nach dem Ermessen des Lehrers einige Monate bis über zehn Jahre. Das Leben ist sozusagen die Prüfung - ein fortgeschrittener Kriya-Yogi muß mit beiden Beinen im Leben stehen und zeigen, daß er dabei Gott sozusagen zu seinem Polarstern gemacht hat.)

Solar Tree - Sonnenbaum


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Während meines Zivildienstes fuhren mein Stiefbruder Markus, mein Bruder Gregor und ich zum Zweck der Hatha-Yogalehrer-Ausbildung einmal im Monat für ein Wochenende nach Schorndorf bei Stuttgart. Es gab alle paar Monate praktische und theoretische Yogalehrer-Zwischenprüfungen .

Zur Vorbereitung auf die Abschlußprüfung erfand ich eine Kürzel-Sprache, mit Hilfe derer ich umfassende Informationen über zum Beispiel Drüsenfunktionen, Nahrungsmittel, die Wirkungen von Übungen und weiteres Spezialwissen auf engstem Papier-Raum unterbringen konnte.

Mein durch immer weitere Informations-Komprimierung letztlich entstandener Schlußspurt-Lern-Ordner bestand lediglich aus einem einzigen DinA4-Blatt, das beidseitig mit winziger Schrift bedruckt war. Jede Silbe und zum Teil sogar einzelne Buchstaben bedeuteten eine Information, mit der ich über das entsprechende Thema in der Prüfung punkten konnte.

In den Wochen vor der Prüfung spazierte ich täglich mit besagtem Blatt ( hier ein Lernstoff-Ausschnitt ...) und irgendwelche seltsamen Formeln murmelnd durch die Natur ...





Multisensorisches Lernen war angesagt. Noch Jahre danach, wenn ich mich an einzelne dieser Lern-Sätze erinnerte, erschien innerlich sofort ein Bild von der jeweiligen Stelle, an der ich damals spaziert war, während ich den Satz auswendig gelernt hatte und auch umgekehrt: wenn ich an diese oder jene Spazierweg-Biegung dachte, kam in Gedanken das entsprechende Lernthema wieder hoch.

Da ich von mir wußte, daß ich leicht über das Gehör lernen konnte, nahm ich diese wortartigen Ereignisse, rhythmisch gesprochen und dadurch eingängig wie ein Songtext, außerdem auf Audio-Kassette auf und spielte sie mir immer wieder vor, zum Beispiel beim Autofahren und auch abends vor dem Einschlafen.

Ich mußte manchmal lachen, während ich den Text auf Band sprach, denn es hörte sich an wie eine eigenartige Mischung aus Englisch, Deutsch, Sanskrit, Latein und Schibara (= Arabisch rückwärts).
Auch der Lehrer machte einen erstaunten Eindruck, als ich ihm stolz meinen Ein-Seiten-Ordner zeigte.

Von der Ungewöhnlichkeit dürfte mein Vorgehen allerdings in keiner Weise heranreichen an den Trick, mit dem einst Paramahansa Yogananda laut seiner Autobiographie sich von jeglicher Prüfungsangst vor seinem Staatsexamen befreite:
er meditierte mutig mitternachts auf einem Friedhof!





Die Abschlußprüfung bestand ich schließlich als einer der Punktesieger von ca. einem Dutzend Prüflingen.


So kam ich zu meinem Titel Yogalehrer.


Als etwaiger Abschluß des Kapitels 'Wie kam ich zum Yoga?' wäre diese Stelle für mich persönlich allerdings unbefriedigend. Denn mir kommen diesbezüglich einige weitere Informationen in den Sinn, die ich Ihnen, werte LeserInnen, nicht vorenthalten möchte.


Übersetzung eines Textes von Yogi Dirananda zum Thema 'Der Wert des Yoga' ...

Seit meiner frühen Jugend hatte ich - sehr zum Ergötzen meiner Familienangehörigen - immer wieder lustige Sprech-Sketche geschrieben. Daher sah ich mich in großer Versuchung, auch zum Anlaß unserer Yogalehrer-Abschlußfeier so etwas zum Besten zu geben.

Für diesen Rahmen hatte ich eine spezielle, humorvolle Einlage vorbereitet, die in liebevoller Weise unseren Lehrer Diranandadschi karikieren sollte und im Nachhinein auch bei so ziemlich allen Anwesenden auf erheiterte Bauchmuskel-Kontraktionen gestoßen sein dürfte.

Liebe LeserInnen - so richtig verstehen diesen Yoga-Spaß wahrscheinlich nur die eingefleischten Dirananda-SchülerInnen, die seine Ausdrucksweise und seinen Akzent sowie die speziellen Yoga-Themen kennen. Ich fragte meinen Lehrer vorher, ob ich ein bißchen Spaß mit ihm machen dürfe und er antwortete, Spaß sei immer gut ...

Uli Baba's Yoga-Spaß-Vortrag ...

Übrigens spricht Yogi Dirananda jede/n seiner SchülerInnen mit dem respektvollen Titel "Ma" (Mutter) oder "Baba" (Vater) nach dem jeweiligen Vornamen an. Da viele meiner Freunde mich damals "Uli" nannten, kam ich bei Diranandadschi zu dem vielleicht witzig klingenden und durchaus logisch hergeleiteten Rufnamen "Uli Baba".

In Indien gilt es als üblich, höhergestellte Respektspersonen wie Lehrer mit der an den Namen oder Titel angehängten Silbe "dschi" anzusprechen, also zum Beispiel "Diranandadschi". Diese Anrede im direkten Gespräch wegzulassen, gilt als unhöflich.






Im Herbst 2005 war ich auf einem mehrtägigen Kriya-Yoga-Seminar mit meinem Lehrer im Allgäu. Jemand fragte Yogi Dirananda, wie viele Schüler er bereits in den Kriya-Yoga eingeführt habe. Er antwortete: "Zweiundvierzigtausend." Des weiteren erklärte er, daß nur etwa zehn Prozent davon wirklich meditieren bzw. auch dabei geblieben seien.

Faulheit sei das größte Hindernis auf dem spirituellen Weg, hatte er bereits früher einmal erwähnt.

Meine Gedanken dazu sind:

lediglich zu einer Gruppe Meditierender dazuzustoßen und Übungstechniken zu empfangen, heißt also noch lange nicht etwa, daß man tatsächlich "auf dem Yogaweg sei" oder daß man Yoga "kennen" würde. Von Kennen kann man eher dann sprechen, wenn man auf seinem Yoga-Weg niemals aufgibt.


Es gibt weitere tückische Hindernisse. Ich habe über lange Jahre beobachtet, wie Menschen in die offenen Meditationsgruppen kamen und wie sie gingen. Ich habe wesentlich mehr als einmal gesehen, wie gute Leute sich selbst ein Bein gestellt haben und zwar letztlich dadurch, daß sie innerhalb des Schüler-Lehrer-Verhältnisses meiner Meinung nach aus ihrer Rolle gefallen sind.

Wie würde es zum Beispiel gehen in einer offiziellen Deutschen Schule: angenommen, der Schüler ist im Grunde genommen interessiert an einem Wahlfach. Er fängt an, sich fleißig einzuarbeiten. Unabhängig vom Unterricht bekommt er zufällig ein privates Gespräch des Lehrers mit und fängt an, sich Gedanken zu machen, die nicht mehr viel mit seinen eigenen Anstrengungen im Erlernen des Schulfachs zu tun haben, in dem ihn der Lehrer als Lehrer unterweist.

Genau hier sehe ich den Knackpunkt.

Ein Schüler, die sich in so einem Fall plötzlich einbildet, er hätte nun ein Recht, über seinen Lehrer zu urteilen, hat etwas übersehen - nämlich daß seine Gedanken mittlerweile weg von dem Fach gehen, das er eigentlich lernen wollte. Es ist gemütlicher, Fehler zu finden bei Mitmenschen, als dem Anspruch die Stirn zu bieten, den eigenen inneren Lehrer mit Hilfe des äußeren Lehrers zu finden.

Vielleicht kann der Schüler den Menschen, der die Lehrerrolle innehat, als Mensch beurteilen - nicht aber als Lehrer. Er hat als Schüler deswegen noch lange nicht etwa das Recht, den Unterricht zu verlassen.

Wenn der Schüler das trotzdem tut in der Gewißheit, der Lehrer habe nun von ihm etwas zu lernen, er müßte den Lehrer von einem Podest herunterholen (auf das der vielleicht nie hinaufwollte ...) und der Lehrer sei "unerhörterweise" auch ein Mensch wie der Schüler selbst - nämlich mit Macken! oder um es in der Yoga-Terminologie zu formulieren: mit eigenem Karma - dann wäre es ein Wunder, wenn der Schüler sich um sein zu lernendes Fach tatsächlich nach wie vor mit unvermindertem Eifer kümmern würde. Somit steigt ihm konsequenterweise irgendwann das Direktorat des Lebens aufs Dach.

Hunderte Male reicht glaube ich nicht, daß ich das mitbekommen mußte. Die Schüler, die so gehandelt haben, drehen eine Ehrenrunde, das ist alles. Sie sind in Wirklichkeit auf der Flucht vor ihrem inneren Lehrer. Ich finde das schade.

Die oft gehörte Bemerkung, Kriya-Yoga sei weiter ihr Weg, aber der Lehrer nicht mehr ihr Lehrer, stellt somit meiner Ansicht nach einen recht kindischen Widerspruch in sich dar.

Einen, der gleich sagt, daß Yoga ihm individuell nicht liegt, finde ich viel ehrlicher. Es gibt schließlich einige weitere spirituelle Wege, die - jeder für sich - zum Ziel führen. Allerdings ist eigene Anstrengung auf all diesen Wegen gefragt, somit wechselt man mit dem Weg im Grunde nur das Fahrzeug.



Ein bildhaftes Beispiel:

Wenn ich in ein Ruderboot (= die Einsteiger-Übungstechnik) eingestiegen bin, um durch die hohe Brandung hindurch zu einem mächtigen Ozeandampfer (= fortgeschrittene Technik) zu gelangen und aber nicht konsequent weiterrudere, sondern mich umbesinne auf eine sonstige Art der Fortbewegung, dann muß ich aussteigen, wieder an Land schwimmen, mir etwas Neues überlegen und schauen, ob das wirklich besser ist.

Auch ist es nicht unbedingt ratsam, beliebige Übungswege und -techniken miteinander zu mischen. Dirananda sagt, das sei, wie wenn jemand mit einem Bein in ein Boot stiege und mit dem zweiten Bein in ein weiteres Boot ... den Rest können Sie, liebe LeserInnen, sich denken.

Ich persönlich habe Yogi Dirananda seit langem akzeptiert als vollständigen Repräsentanten des bereits im Vorfeld von mir als Meister angenommenen Yogis Paramahansa Yogananda und jedes Wort, das ich als Schüler bis jetzt von Diranandadschi als meinem Lehrer gehört habe, stimmte hundertprozentig mit dem überein, was P. Yogananda lehrte - zumindest so, wie ich ihn verstand.


'Zum Yoga zu kommen', ist eine Sache
- wie sich in einen Sattel zu setzen -
'drin zu bleiben'
eine weitere.

- Ende -



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