Was ist

Yoga?

Spirituelle Musik | Musik-Alleinunterhalter Wiesbaden, Frankfurt | Akkordeonspieler Karlsruhe
"YOGAS CITTA VRITTI NIRODHA." (Rishi Patanjali)
So, jetzt wissen Sie's. Falls nicht:
"Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Bewegungen der Bewußtseinssubstanz." TOP 
Was ist Yoga? Kultur, Gesundheit, Entspannung TOP 
Was ist Yoga? Kultur, Gesundheit TOP 
Was ist Yoga? Kultur, Gesundheit TOP 
Was ist Yoga? Kultur, Gesundheit TOP 
Was ist Yoga? Kultur, Gesundheit TOP 
Was ist Yoga? Kultur, Gesundheit

Astanga-Yoga - der achtstufige Yogaweg

[das Sanskrit-Wort "Asta" bedeutet: "acht", "Anga": die "Teile"]

Der auch in unseren Breiten sehr bekannte Rishi Patanjali, einer der ganz großen Yogis des Altertums, hat den Yogaweg in acht Stufen dargelegt. Seine 'Yoga-Sutras' gelten auch hierzulande als unumgänglicher Lernstoff für jeden angehenden Yogalehrer - oder sollten es zumindest.

In meinen Yoga-Seminaren bin ich oft gefragt worden, "welche Art" von Yoga ich denn mache. Meine Antwort lautete immer: es gibt nur eine ursprüngliche Yogawissenschaft, die ist in sich vollständig und berücksichtigt den gesamten Menschen.

Naturbild: Bluete
In Europa dürfte Yoga allgemein salonfähig geworden sein durch die breitenwirksamen gesundheitlichen Möglichkeiten, die sich bei richtiger Durchführung der Übungen anbieten.

Tatsächlich ist die Gesunderhaltung des Körpers mehr ein erfreuliches Nebenprodukt der Yogawissenschaft. Auf den Gedanken, daß sich vollständige Gesundheit weiter steigern läßt, kommt vielleicht nicht jeder gleich. Wer die wohltuenden Wirkungen von richtig durchgeführten, altbewährten Yogaübungen eine Weile lang regelmäßig genießt, kann sich eher vorstellen, was damit gemeint sein soll.

Manche »Yoga-Lehrer« mögen die originale Lehre auseinanderpflücken, Wahrheiten aus dem Kontext reissen, ihren eigenen Senf hinzufügen und das Ganze anschliessend unter neuem Namen verkaufen oder - noch schlimmer! - unter dem alten: »Yoga«.

Wenn dem leider so ist, bedeutet das nicht etwa, daß es ursprünglich verschiedene "Arten" von Yoga gäbe.

Spirituelle Musik:
Indische Bhajans, Kirtans, Mantras modern style ...


Es gibt allerdings unterschiedliche Herangehensweisen an die persönliche Selbstverwirklichung.

Hierzu gilt es im Yoga als legitim (hier beziehe ich mich auf das Wort Yoga nicht nur als ein Paket von Übungsmethoden, sondern im Sinne eines Lebenswegs bzw. einer bestimmten Lebensweise),

dass z.B. ein Mensch mit starker Gefühls-Betonung mehr der Praxis der Hingabe an Gott (Bhakti-Yoga) folgt,
ein typischer 'Tatmensch' hingegen sich der tieferen Wahrheit vielleicht eher in Form von Aktivität (Karma-Yoga) nähert.
während ein Dritter sich hauptsächlich auf seine Weisheit verlassen mag (Jnana [sprich: "Gäna"]-Yoga).

Von den meisten verwirklichten Yogis ist bekannt, daß sie mehr oder minder eine Mischung dieser drei Aspekte leben.
Letztere sollten also mehr als individuelle Betonung gesehen werden und nicht etwa als einzige Maßnahme unter Ausschluß der Übrigen.

So kann jeder Wahrheitssucher seiner persönlichen Veranlagung Rechnung tragen - oder mit anderen Worten:
er kann da losgehen, wo er nun mal steht bzw. er kann - und soll auch - seine ureigenen Stärken auf seinem Weg nutzen.

In diesem Licht betrachtet, ist deutlich zu sehen, daß es also nicht etwa angebracht wäre, deswegen von unterschiedlichen Yoga-Arten, im Sinne unterschiedlicher Wissenschaften mit jeweils eigenen Zielen zu sprechen.

Das Ziel der Yogapraxis als Lebensweg sollte die sogenannte Gottverwirklichung bzw. Verwirklichung des höheren Selbst sein.

Wenn Hermann Hesse sagt: "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat", dann möchte ich gerne daran anschließen und formulieren: "Selbstverwirklichung bedeutet für mich, so zu leben, wie ich annehme, daß Gott mich gemeint hat."

Naturbild: Fluss, Berge    


Die ethischen Grundregeln im Yoga sind von der Bedeutung her identisch mit den Biblischen zehn Geboten. Sie zählen als zwei der acht Stufen.

Ich halte es für wichtig, daß der Leser sich im Klaren darüber ist, daß ein- und dieselben Worte der Sprache oft unterschiedliche Bedeutungen haben - auch die der Deutschen Sprache.
Eine Terminologie zu finden, die den Kern der Sache trifft und gleichzeitig in einer Sprache ausgedrückt werden soll, in der es oftmals keinen mit der Ursprungssprache (z.B. Sanskrit) vergleichbaren Begriff gibt - das ist nicht ganz einfach.

Hier lauern also Mißverständnisse, die Sie sich eventuell sparen können, indem Sie bei eventuellen inneren 'Fragezeichen' angesichts des einen oder anderen Begriffs, der in Verbindung mit Yoga genannt wird, vielleicht erst einmal warten, bevor Sie ihn assoziieren mit einem gleichlautenden Wort, das Sie meinetwegen aus der Terminologie der Psychologie kennen.

Ein typisches Beispiel hierfür dürfte im Deutschen der Begriff 'Seele' sein. Das Wort bedeutet in der Psychologie etwas vollkommen anderes als im Yoga. Ich habe x-mal miterlebt, wie Menschen das mißverstanden, weil sie es zu vorschnell deuteten und sich damit selbst um ein tiefergehendes Verständnis brachten.

Im Sanskrit gibt es für das, wofür bei uns das Wort 'Seele' als Sammelbegriff herhalten muß, mindestens vier oder fünf unterschiedliche Wörter, von denen jedes einzelne eine eigene Bedeutung bezüglich des Themas 'Seele' hat.

Sie können sich das so ähnlich vorstellen wie die Eskimos mindestens zwanzig oder mehr Wörter für 'Schnee' haben, weil das einfach die Schneespezialisten sind, die innerhalb des Themas Schnee viele feine Nuancen zu unterscheiden gelernt haben.

In der aus dem Sanskrit stammenden Begriffswelt der Yogawissenschaft wird ganz klar das 'Selbst' bzw. die individuelle Seele (Atma) von etwa dem Ego (Ahamkara) unterschieden.
'Ego-Verwirklicher' gibt es auf dieser Welt wie Sand am Meer. Die meisten davon dürften allerdings kaum innerlich vollkommen glücklich sein, da das Ego nicht identisch mit dem Selbst ist, sondern nur ein Teil des Selbst-Ausdrucks.

Naturbild: Holunder, Spinnennetz im Tau    




Die Yogis des Altertums haben sich viel Zeit genommen, um z.B. die Wirkung einzelner Nahrungsmittel und bestimmter Übungen auf den menschlichen Organismus zu erforschen.
Sie entdeckten dabei, dass sie, je ruhiger sie in der Meditation sassen und je weiter sie nach innen tauchten, immer glücklicher wurden.

Obwohl ein Vorgang der 'Definition' in Bezug auf Gott strenggenommen einen Widerspruch darstellt
- denn Gott ist bekanntlicherweise unendlich, also ist Gott nicht de-FIN-ierbar, was bekanntlich vom gleichen Wortstamm wie 'Fine - Ende' kommt -
haben die Menschen unterschiedlicher Kulturen immer wieder versucht, eine dem (von seiner Grundfunktion her natürlicherweise begrenzten) menschlichen Denkorgan einigermaßen faßbare Umschreibung für dieses Göttliche Unendliche zu finden.

In diesem Sinne wird Gott bereits in den alten Yogaschriften 'definiert' oder besser gesagt umschrieben als Sat-Chit-Ananda ['absolutes Sein, absolutes Bewusstsein, absolute Glückseligkeit'].

Bitte beachten Sie, dass weiblich und männlich hierbei vollkommen gleichwertig sind bzw. in der Definition gar nicht erst auftauchen!

Wenn ich von 'Gott' spreche, könnte ich genausogut 'Göttin' sagen oder neutral: 'das Ewige' - es gibt zahllose Umschreibungen.

Ich halte nicht viel von festgelegten, womöglich patentierten (ich übertreibe an dieser Stelle bewußt etwas) Namen und monopolistischen Ansprüchen von Gottesbezeichnungen, sei es 'Jahudi' oder sonst irgendwie,
vor allem dann, wenn es in Verbindung damit sozusagen ein 'Kleingedrucktes auf psychischer Ebene' gibt ...
(siehe auch meinen Artikel Christus und Yoga?)

Yoga ist nicht etwa eine Religionsbewegung, ein Glaubens-System oder eine Glaubensgemeinschaft. Wer sich einer Glaubensgemeinschaft anschließen möchte, findet dafür genügend Möglichkeiten auf der Welt.

Spirituelle Musik:
Indische Bhajans, Kirtans, Mantras modern style ...


Ich persönlich gehe von folgendem aus:
nachdem Gott allgegenwärtig ist, muß Gott auch bei mir und in mir anzutreffen sein, schaut mir aus jeder Blume entgegen, belebt meinen Organismus durch die Sonnenstrahlen, durch die Nahrung
... und wenn ich recht überlege: was muß ich tun, um die Nahrung zu verdauen? Muß ich dafür den hochkomplizierten Mechanismus im Inneren meines Körpers selbst dirigieren?

Nein. Auch das regelt die universelle Intelligenz 'von Selbst'. Den metabolischen Mechanismus und den elektromagnetischen Mechanismus im Körper - all das und viel mehr. Diese unbegreifliche Intelligenz ist uns näher, als es uns vielleicht bewußt ist.

Wenn wir uns die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs Re-ligio ansehen, heisst es: das was uns hält, erhält und schützt.
So gesehen gibt es eine grosse 'Religion', die alle Lebewesen verbindet. Was soll das sein?

Ganz einfach: der Atem.
Swami Sri Yukteswar, ein sehr bekannter Yogi, sagte: wenn es der Übende fertigbringt, an einem Tag eine genügende Anzahl Atemzüge bewusst zu beobachten, wie sie von der Seele* durch die Nase gemacht werden, so kann er damit die Meditation von Jahren vollenden.

*(dem 'Selbst', nicht etwa gleichbedeutend mit der 'Psyche' - Anm. d. Autors)

Naturbild: Schmetterling, Butterfly


Der Begriff Hatha Yoga umfasst die ersten vier Stufen des achtstufigen Yogaweges (inclusive auch die weithin bekannten Asanas),
der Begriff Raja [sprich: "Radscha"] Yoga meint die vier aufbauenden Stufen, die mehr meditativ orientiert sind.

Diese acht Stufen folgen nicht notwendigerweise chronologisch aufeinander, sondern greifen in der Praxis eher ineinander über.
Das Original-Sloka in Patanjalis Yoga-Sutren hierzu lautet:

"YAMA-NIYAMA-ASANA-PRANAYAMA-PRATYAHARA-DHARANA-DHYANA-SAMADHAYO STAV ANGANI."

YAMA und NIYAMA sind ethische Regeln
sozusagen zum Stopfen von unerwünschten Löchern in den Eimern unserer Lebenskraft,
oder etwas profaner ausgedrückt: Regeln für den richtigen Umgang mit den Mitmenschen und mit uns selbst
- praktisch eine Art Bedienungsanleitung für glückliches und erfolgreiches Menschsein.
Jene Regeln entsprechen vom Sinn her den Lehren aller grossen Propheten (wohlgemerkt: der Propheten selbst und nicht etwa der Glaubensgemeinschaften, die sich darum gebildet haben mögen!), da sie eine ethische Grundlage für jede dauerhaft glückliche und gesunde Kultur bieten.

Daran können Sie bereits sehen, dass die originale Yogawissenschaft und z.B. die Lehre Jesu Christi in keinerlei Widerspruch zueinander stehen, im Gegenteil.
Wenn ich jemanden sagen höre, er wolle mit Yoga nichts zu tun haben - er sei doch Christ ..., dann weiss ich nicht, ob ich lachen lachen oder... oder weinen weinen soll.

Interessanterweise können wir sogar in relativ neuen menschlichen Kollektivformen (z.B. der globalen Internet-Gesellschaft) beobachten, dass sich wie von selbst mehr und mehr genau diese Handlungsrichtlinien für den einzelnen Teilnehmer etablieren (Nicht-lügen, Nicht-stehlen usw.).
Das sind also zeitlose Wahrheiten, die sich früher oder später von selbst durchsetzen. Wer sich allzu konsequent nicht daran hält, dem wird es schwerer gemacht und das ist auch richtig so, oder?

ASANA bezeichnet sowohl die richtige Körperstellung für Meditation als auch all die Yogastellungen, die die Gesundheit fördern und es dem Praktizierenden erleichtern sollen, eine angenehme Meditationshaltung einzunehmen und darin ohne Anstrengung zu verharren.
Die feinere Bedeutung von 'Asana' meint eine gleichbleibend ruhige geistige Haltung.

Barpiano-Alleinunterhalter, Pianospieler, Lounge-Musik-Klavierspieler


PRANAYAMA ist die Beherrschung der Lebenskraft (Prana).
Hierfür werden unter anderem bestimmte Atem- und Konzentrations-Übungen zu Hilfe genommen, mit denen der Übende die Lebenskraft nach Belieben z.B. entweder gleichmässig auf alle Zellen und Organe verteilen kann oder sie auch in verborgene Bereiche des zentralen Nervensystems lenken kann, sodass dort eine subtile Anregung wichtiger Bewusstseinszentren stattfindet. Daraus gewinnt der Mensch mehr Lebensfreude und Bewusstheit.
Der 'Neuling' sollte solche Übungen nur unter der Anleitung eines erfahrenen Lehrers praktizieren. Das gilt auch für die meisten Asanas (Übungsstellungen).

PRATYAHARA ist das Zurückziehen der Lebenskraft von den Sinnen.
Schlaf ist sozusagen unbewußtes Pratyahara. Die Sinnes-'Telefone' sind abgeschaltet.
Allerdings ist man im Schlaf meistens nicht innerlich konzentriert, sondern bewegt sich in irgendwelchen Traumwelten oder im Tiefschlaf. Um Pratyahara zu verwirklichen, muss man innerlich bewußt bleiben, während nur der Körper 'schläft'.

DHARANA ist tiefe Konzentration.
Als tief kann die Konzentration dann bezeichnet werden, wenn sie im Zustand des Pratyahara (s.o.) stattfindet, also ohne jede Ablenkung durch die Sinne. Konzentrieren kann man sich auf Beliebiges, also auch auf die Lösung von Alltagsaufgaben. Im Yoga lernt man, diese Fähigkeit von Grund auf zu vertiefen.

Konzentrationsübung als Musik-Video (WMV, Dauer 1:36 Min.) ...

DHYANA oder Meditation ist diejenige Art der Konzentration, die allein auf die Erkenntnis Gottes oder der absoluten, allumfassenden Wahrheit gerichtet ist.
Wenn die Konzentration so intensiv ist, daß sie von selbst, also ohne weitere Anstrengung, ununterbrochen "wie ein Ölstrahl" auf einen Punkt oder Gedanken hin fließt, nennt man sie Meditation.

Daraus kann SAMADHI resultieren - glückselige Trance oder Versenkung in die Allgegenwart Gottes.

Naturbild: rote Libelle


Der Weg des Yoga ist für Praktiker gedacht, die bereit sind, etwas für sich zu tun. Mit intellektuellem Theoretisieren und Dogmen-Reiterei allein ist nicht viel erreicht.
Sie können ja einmal jemanden, der z.B. auf unangenehme Weise mit seinem '>Wissen' prahlt, ganz persönlich fragen, ob er glücklich sei. Vielleicht wird er Sie spontan verständnislos anschauen, bevor er dann mehr oder weniger elegant das Thema wechselt ...

Das Einzige, woran spiritueller Tiefgang (manche sagen "Fortschritt") 'gemessen' werden kann, ist inneres Glücklichsein;
gleichzeitig kann das eigene Leben nur dann als Erfolg bezeichnet werden, wenn es auch den Mitmenschen etwas bringt.

Mit Hilfe von Yogapraxis und eigener Aufrichtigkeit kann jeder sich selbst davon überzeugen, daß dem Menschen Bewußtseinszustände möglich sind, die nur als göttlich bezeichnet werden können.

Etwas blind zu glauben, ohne es nachgeprüft zu haben, ist also im Yoga weder wünschenswert noch notwendig. Livepiano.de Musik-Alleinunterhalter Kultur, Bildung Esoterik, Gesundheit, Entspannung Navigationssystem Alleinunterhalter Hessen Humor Webworking ?

Impressum     RSS-Feed Livepiano Musik-Alleinunterhalter     Zur Livemusik-Alleinunterhalter-Startseite


Dieser Teil der Livepiano-Alleinunterhalter-Webseite wurde upgedated im März 2017 .